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Renovierungskosten bei Häusern aus den 70ern

Renovierungskosten - Die Bausubstanz in den 70ern

Bis Ende der 1970er wurden die Meisten heute bestehenden Wohnhäuser gebaut und in den Jahrzehnten von 1950 bis 1970 hat sich an der Bausubstanz einiges getan. Es wurde beispielsweise mit Beginn der 1970er Dämm-Materialien verwendet. Allerdings haben die 1970er nicht nur Vorteile, denn es wurden in dieser Bauphase Materialien verwendet, welche heutzutage verboten sind. Diese so genannten modernen Baustoffe sind Stoffe wie PVC, Kunststofffasern sowie Holzschutzmittel, welche gesundheitliche Schäden hervorrufen können.

Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass die Bausubstanz in den 70ern besser ist als in den Jahrzehnten davon. Für die Berechnung der Renovierungskosten kann als Anhalt genommen werden, dass bis circa 40 % des Kaufpreises für die Modernisierung eingerechnet werden müssen.

Aus den vorgenannten Gründen empfiehlt es sich aber sehr vor dem Kauf einen Gutachter die Bausubstanz bewerten zu lassen und gezielt nach den sog. Modernen Baustoffen zu fragen. Ein weiterer Tipp ist im Kaufvertrag festzuschreiben, dass das zu erwerbende Gebäude frei ist von diesen Baustoffen. Denn so vermeiden Sie unangenehme Überraschungen bei den Renovierungskosten.

Anfallende Renovierungsmaßnahmen bei Häusern der 1970er

Renovierungskosten – Dächer insbesondere Flachdächer

In den 1970er wurden Flachdächer mit Kunststoffbahnen eingedeckt. Diese müssen heutzutage auf jeden Fall getauscht werden, denn der Kunststoff wird mit der Zeit porös und es bilden sich Risse durch die Wasser eindringen kann. Ein weiteres Problem von Flachdächern sind die Dachanschlüsse bzw. Abschlüsse. Auch hier muss professionell nachgearbeitet werden.

Im Allgemeinen kann zu den Dächern aus den 1970ern gesagt werden, dass diese immerhin schon über einen Wärmeschutz verfügen. Jedoch entspricht dieser bei weitem nicht mehr den heutigen Standards. Auch hier muss also nachgebessert werden.

Renovierungskosten – Außenfassade und Fenster

Für Außenfassaden und Fenster der 1970er Baujahre gilt dasselbe wie für Dächer aus diesem Jahrzehnt. Wärmedämmung ist auch hier ein Thema. Außerdem haben sich meistens schon durch unzureichend entwickelte Wärmedämm-Putzsysteme Risse in der Außenverkleidung gebildet. Gravierender sind jedoch Wärmebrücken an Geschossdecken, denn diese wurden oft bis nach Außen gezogen, um so recht einfach einen Balkon realisieren zu können. Leider hat dies den Nachtteil, dass Beton ein sehr guter Wärmeleiter ist. Die nach außen geführten Geschossdecken müssten also Nachgedämmt werden, besser wäre es jedoch den Balkon abzureisen und nach einer neuen Dämmung der Fassade wieder neu aufzusetzen. Dieser Punkt ist ebenfalls ein erheblicher Faktor bei den Renovierungskosten.

Bei den Fenstern haben wir da keine großen Unterschiede. Auch hier liegt eine einfache Isolierung vor, so dass es ratsam ist diese durch neue Systeme auszutauschen. Denn durch die mangelnde Isolierung bildet sich Kondensat auf der Innenseite der Fenster.

Renovierung des Hausinneren

Im Inneren erwarten uns nicht mehr so viele böse Überraschungen bei den Renovierungskosten. Denn hier ist die vorhandene Substanz recht solide. Klar die Badezimmergestaltung der 70er ist heutzutage nicht mehr der letzte Schrei, dennoch lässt sich hiermit noch einiges anfangen, denn modern sind diese Bäder immer wieder mal. Die Sanitärinstallationen müssen aber getauscht werden. Wichtig ist bei einer Renovierung des Badezimmers an die Elektrik zu denken, denn eine FI-30mA Sicherung gab es damals noch nicht, ist aber heute Pflicht!
Die Innenwände und Geschosstreppen machen uns am wenigsten Probleme, denn hier gibt3 es in der Regel keine Beanstandungen.

Heizung

Die Heizung muss modernisiert werden! Die Brennkessel sind mittlerweile über 40 Jahre alt und nicht mehr auf dem Stand der Technik. Hier lässt sich viel Geld sparen, denn die heutigen Systeme sind weitaus effizienter. Auch haben sich die Regelungen geändert, sodass man um eine Modernisierung nicht herum kommt.

Renovierungskosten – Absicherung vor der Investition

Vor einem Kauf sollte also unbedingt ein Experte die Bausubstanz auf Schadstoffe prüfen beziehungsweise sollten das vorhanden sein dieser im Kaufvertrag ausgeschlossen werden, denn eine Entsorgung der Schadstoffe ist meist sehr teuer. In solchen Fällen lohnt sich eine Renovierung meist nicht mehr sondern nur noch der Abriss und Neubau. Es sollte daher unbedingt darauf verzichtet werden auf eigene Faust zu sanieren, denn dies geht meist schief.